Zusammensetzung
1 Tablette
| Lactose 1-Wasser |
+ |
| Magnesium stearat |
+ |
| Maisstärke |
+ |
| Maisstärke, vorverkleistert |
+ |
| Povidon K30 |
+ |
| Sorbitol |
+ |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, Zellbestandteile treten aus und die Zelle kann sich auflösen. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet.
Anwendungsbereich
Bei Infektionen, die durch nachgewiesene nystatinempfindliche Hefepilze (Candida albicans, Candida glabrata u.a.) hervorgerufen worden sind:
- Pilzerkrankung der Scheide
- Behandlung einer Hefebesiedlung der Scheide (auch ohne Krankheitsbeschwerden) bei schwangeren Frauen, kurz vor der Geburt als Vorbeugung gegen einen möglichen Pilzbefall des Neugeborenen.
Dosierung
- 1 Ovula täglich tief in die Scheide einführen.
- Bei sehr starken Pilzbefall können ohne Bedenken täglich 2 Ovula (morgens und abends je 1 Ovulum) angewendet werden.
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Führen Sie das Arzneimittel in die Scheide ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer sollte 2 Wochen betragen. Durch eineärztliche Nachuntersuchung sollte geklärt werden, ob die Behandlung fortzusetzen ist.
Überdosierung?
Es sind keineÜberdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Wechselwirkungen
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Latexprodukten (z.B. Kondome, Diaphragmen) kann es wegen der enthaltenen Hilfsstoffe (Stearate) zur Verminderung der Funktionsfähigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit dieser Produkte kommen.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Brennen auf der Haut
- Juckreiz
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Der Wirkstoff wirdüber die Scheidenschleimhaut kaum aufgenommen und ist daher bei dieser Anwendungsart praktisch ungiftig.
- Es gibt keine Hinweise auf fruchtschädigende Effekte bzw. eine Beeinträchtigung von Säuglingen bei Müttern, die das Arzneimittel angewendet haben. Dennoch sollte die Anwendung in der Schwangerschaft nur unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel!
Sonstiges
- Es wird empfohlen, mittels einer Untersuchung durch einen Arzt das Vorliegen einer Pilzinfektion zu bestätigen bzw. bei Nichtansprechen auf das Arzneimittel die Behandlung zu überprüfen.
- Bei der Behandlung von Pilzinfektionen müssen sämtliche Pilzherde auf der Haut und den Schleimhäuten beseitigt werden, um Rückfälle, die von unbehandelten Pilzherden ausgehen, zu vermeiden.
- Der Partner ist möglichst gleichzeitig mit dem Arzneimittel örtlich zu behandeln, um eine spätere erneute Infektion zu verhindern.
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