Augentropfen
Einstoffpräparat - Fertigarzneimittel mit einem einzigen Wirkstoff
Zusammensetzung
1 ml Tropfen
| Benzalkonium chlorid |
+ |
| Dinatrium edetat 2-Wasser |
+ |
| Dinatrium hydrogenphosphat |
+ |
| Hypromellose 2910 |
+ |
| Levocabastin |
0,5mg |
| Natrium dihydrogenphosphat 1-Wasser |
+ |
| Polysorbat 80 |
+ |
| Propylenglycol |
+ |
| Wasser, für Injektionszwecke |
+ |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Haben allergieauslösende Substanzen ,z.B. Blütenpollen, Kontakt mit den Augen oder der Nase, wird der körpereigene Botenstoff Histamin an den Schleimhäuten der Augen und der Nase frei gesetzt und sie entzünden sich. Levocabastin verhindert diese allergische Reaktion, indem es Histamin von den Schleimhäuten fernhält. Auf diese Weise bekämpft der Wirkstoff rasch die unangenehmen allergischen Symptome an Augen und Nase wie Jucken, Rötung, Schwellung oder Niesen.
Anwendungsbereich
- Bindehautentzündungen, vor allem bei Überempfindlichkeitsreaktionen
Dosierung
- 2mal täglich einen Tropfen in jedes Auge
- Die Dosis kann auf 3-4mal täglich einen Tropfen in jedes Auge erhöht werden.
- Für Kinder und Erwachsene gilt die gleiche Dosierung.
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des/jedes Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Die Anwendungsdauer sollte nach eingetretener Beschwerdefreiheit noch mindestens solange fortgesetzt werden, wie Sie den Allergenen (Pollen, Hausstaub, Schimmelpilzsporen etc.) ausgesetzt sind.
Überdosierung?
Es sind keineÜberdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Wechselwirkungen
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Reizerscheinungen am Auge
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 1 Jahr: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedeneÜberlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Tierversuche haben keinen Hinweis für eine schädigende Wirkung ergeben. Da jedoch keine Erfahrungen beim Menschen vorliegen, ist während der Schwangerschaft der Nutzen einer Behandlung gegen mögliche Risiken sorgfältig abzuwägen.
- Während der ersten drei Monate der Schwangerschaft soll die Anwendung möglichst vermieden werden.
- Das Arzneimittel gelangt nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch. Daher können die Arzneimittel während der Stillzeit angewandt werden.
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Konservierungsstoffe (z.B. Benzalkonium oder Cetylpyridinium)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Komplexbildner (z.B. EDTA und Triethylentetramin)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Propylenglycol (EU-Nummer E 477)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Polyethylenglycol (EU-Nummer E 431)!
- Das Arzneimittel enthält einen Konservierungsstoff (Benzalkoniumchlorid), der sich in weichen Kontaktlinsen anreichern kann. Diese sollten deshalb frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder eingesetzt werden.
Sonstiges
- Wenn die empfohlenen Mengen nicht zu einer ausreichenden Beschwerdefreiheit führen, sollte der Arzt aufgesucht werden.
- Harte und insbesondere weiche Kontaktlinsen, sollten während der Behandlung nur nach Rücksprache mit dem Augenarzt getragen werden (auf keinen Fall während des Einbringens des Arzneimittels in das Auge).
- Die Kontaktlinsen dürfen frühestens 15 Minuten nach Anwendung der Augentropfen wieder eingesetzt werden.
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