Gurgellösung
Einstoffpräparat - Fertigarzneimittel mit einem einzigen Wirkstoff
Zusammensetzung
1 ml Lösung
| Carminsäure |
+ |
| Chlorhexidin |
0,57mg |
| Ethanol |
+ |
| Eucalyptusöl |
+ |
| Natrium citrat |
+ |
| Pfefferminzöl |
+ |
| Polysorbat 60 |
+ |
| Sorbitol 70 |
+ |
| Thymol |
+ |
| Wasser, gereinigt |
+ |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff tötet verschiedene Bakterien ab, indem er die Zellwand der Mikroorganismen zerstört. Auf diese Weise hält er Haut und Schleimhaut keimfrei, desinfiziert also. Durch die Keimfreiheit im Mundraum schützt er vor Karies und Zahnfleischentzündung. Allerdings lässt die Wirkung hier nach andauerndem Gebrauch nach.
Anwendungsbereich
- Entzündliche Erkrankungen des Mund- und Rachenraums
- Erkältungskrankheiten
- Vorbeugung von Entzündungen bei Operationen im Mund- und Rachenraum
- Mundgeruch
- Vorbeugung von weichen Zahnbelägen
Dosierung
- Morgens und abends mit 15 ml der Lösung spülen oder gurgeln
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Gurgeln Sie mit dem Arzneimittel. Oder: Spülen Sie mit dem Arzneimittel die Mundhöhle. Oder: Spülen Sie mit dem Arzneimittel das Zahnfleisch. Lassen Sie das Arzneimittel 30 Sekunden einwirken. Danach spucken Sie das Arzneimittel aus und vermeiden Sie ein Verschlucken. Spülen sie nicht mit Wasser nach.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Sie richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung.
Überdosierung?
Es sind keineÜberdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Wechselwirkungen
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen /angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.
Das Präparat ist unverträglich mit Seifen und anderen anionischen Substanzen, die in der Regel ein Bestandteil üblicher Zahnpasten sind. Wenden Sie diese deshalb nicht gleichzeitig, sondern vor der Anwendung des Arzneimittels an. Spülen Sie die Mundhöhle nach dem Zähneputzen und vor der Anwendung des Präparates gründlich mit Wasser aus.
Bei der Anwendung mit Nahrungsmitteln und Getränken: Chlorhexidinbis(D-gluconat) wird durch Saccharose (Rohrzucker) inaktiviert. Essen oder trinken Sie unmittelbar nach der Anwendung des Präparates keine zuckerhaltigen Speisen und Getränke, da das Arzneimittel sonst in seiner Wirkung beeinträchtigt wird.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens
- Verfärbung der Zunge, die vorübergehend ist
- Verfärbung der Zahnoberfläche, die vorübergehend ist
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Wunden in der Mundschleimhaut, sowohl tiefe, als auch eher oberflächliche (schuppende) Wunden
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 3 Jahren: Die Darreichungsform ist für diese Altersgruppe nicht geeignet.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedeneÜberlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Chlorhexidin!
- Vorsicht bei Allergie gegen Phenol (z.B. Pyrogallol, Triclosan und Vanillin)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Polyethylenglycol (EU-Nummer E 431)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Zitronensäure (z.B. in Zitrusfrüchten, Johannisbeeren, Äpfel)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Gewürze, ätherische Öle und Terpentinöl!
- Vorsicht bei Allergie gegen Johanniskraut und Weißdorn!
- Vorsicht bei Allergie gegen Sennesblätter oder -früchte!
- Das Arzneimittel enthält in geringen Mengen Alkohol, sollte deshalb von Alkoholikern gemieden werden.
- Vorsicht ist geboten bei einer bekanntenÜberempfindlichkeit gegenüber Sorbit oder Fructose (Fruchtzucker). Es können Magen-Darm-Beschwerden ausgelöst werden.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Sonstiges
- Bei schweren Halsentzündungen oder Halsschmerzen, die mit hohen Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen einhergehen, nicht länger als 2 Tage ohne ärztlichen Rat anwenden.
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