Gel
Einstoffpräparat - Fertigarzneimittel mit einem einzigen Wirkstoff
Zusammensetzung
1 g Gel
| Benzyl alkohol |
+ |
| Butylhydroxytoluol |
0,2 mg |
| Carbomer |
+ |
| Ethanol 96% (V/V) |
+ |
| Isopropyl myristat |
+ |
| Natrium hydroxid |
+ |
| Polysorbat 20 |
+ |
| Sorbitan laurat |
+ |
| Wasser, gereinigt |
+ |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder sie sterben durch zusätzliche Schädigungen des Zellinneren direkt ab. Der Wirkstoff reichert sich in Haut, Haaren und Nägeln an und entfaltet dort seine volle Wirkung.
Anwendungsbereich
- Bei Pilzinfektionen der Haut, verursacht durch so genannte Dermatophyten
- Bei Kleienpilzflechte
Dosierung
Erwachsene:
- 1mal täglich
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Decken Sie nässende, hochrote Körperstellen in der Nacht mit Gaze ab.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Allgemeine Behandlungsdauer: 1 Woche.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keineÜberdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel kommen.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Wechselwirkungen
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wechselwirkungen des Präparates mit anderen Mitteln sind bisher nicht bekannt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Brennen auf der Haut
- Hautrötung
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedeneÜberlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Bisher gab es keine Fälle von Missbildungen. Da jedoch die Erfahrung bei Schwangerschaft sehr beschränkt ist, sollte das Arzneimittel während der Schwangerschaft nur nach Absprache mit dem Arzt angewendet werden.
- Terbinafin geht in die Muttermilchüber. Während der Stillzeit sollte das Medikament deshalb nicht angewendet werden.
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel!
- Vorsicht bei Allergie gegen Benzylalkohol!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Polyethylenglycol (EU-Nummer E 431)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Emulgatoren (z.B. Sorbitanfettester mit der EU-Nummer E 493 und E 494)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Phenol (z.B. Pyrogallol, Triclosan und Vanillin)!
Sonstiges
- Das Arzneimittel ist nur zuräußerlichen Anwendung bestimmt.
- Nicht im Gesicht anwenden
- Bei versehentlichem Augenkontakt Augen unter fließendem Wasser auswaschen
- Die Beschwerden klingen gewöhnlich innerhalb einiger Tage ab. Durch unregelmäßige Anwendung oder ein vorzeitiges Abbrechen der Anwendung kann ein Rückfall entstehen.
- Ausreichend lange (über das Verschwinden der Beschwerden wie Juckreiz hinausgehend) anwenden
- Auf Hygiene achten (z.B. regelmäßiger Wäschewechsel). Die Wäsche ist nach jedem Gebrauch durch Kochen zu desinfizieren. Während der Behandlung daher nur kochfeste Unterwäsche und Handtücher benutzen.
- Etwa 2 Wochenüber das Verschwinden der Krankheitszeichen weiter anwenden
- Bei Fußpilz sollten nach jedem Waschen die Füße, insbesondere die Zehenzwischenräume, gründlich abgetrocknet werden
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