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Unser Gesundheitstipp

Blasenschwäche - ein Massenphänomen


Kaum jemand spricht darüber, dabei ist Blasenschwäche ein Massenphänomen:
Sieben bis acht Millionen Menschen, also zehn Prozent der deutschen Bevölkerung,
sind irgendwann in ihrem Leben mit unkontrolliertem Urinverlust konfrontiert. Blasenschwäche ist damit etwa so häufig wie Heuschnupfen. Vor allem Nicht-Betroffenen ist dies oft nicht bewusst. Aber auch etwa jeder dritte Betroffene glaubt, dass er mit seiner überaktiven Blase alleine ist. Dies mag ein Grund sein, warum das Thema häufig verdrängt oder verschwiegen wird.


Die Mehrzahl der Menschen mit Blasenschwäche empfindet ihr Problem als peinlich. Sie befürchten, dass sich Angehörige und Freunde von ihnen abwenden, wenn sie die Symptome bemerken. Viele Betroffene isolieren sich deshalb und ziehen sich aus Angst vor unangenehmen Situationen mehr und mehr aus dem Leben zurück. Auch viele Ärzte können ihre Patienten nur ungenügend unterstützen, da die Betroffenen selbst bei Arztbesuchen nicht offen über ihr Problem sprechen. Am ehesten öffnen sich Menschen mit Blasenschwäche noch ihnen nahe stehenden Personen. Im Gegensatz zu Männern haben Frauen allerdings deutlich weniger Hemmungen, über ihre sensible Blase zu sprechen.


Bewegungsfreiheit trotz sensibler Blase

Blasenschwäche ist kein Grund, sich in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu fühlen. Mit den richtigen Hilfsmitteln lässt sich das Leben aktiv und selbst bestimmt gestalten: Ein Theaterbesuch mit guten Freunden oder eine Fahrradtour mit der Familie an einem herrlichen Frühlingswochenende - spezielle Produkte für Blasenschwäche geben für alle Unternehmungen die nötige Sicherheit.

Doch nur neun Prozent der Menschen mit einer sensiblen Blase stehen zu ihrer Erkrankung und entscheiden sich für den Einsatz von Einlagen und Windelhosen speziell für Blasenschwäche. Dabei werden die Kosten von Inkontinenzhilfsmitteln in vielen Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zahlreiche Einlagen sind auf Rezept erhältlich. Die Verwendung von handelsüblichen Damenbinden, mit denen sich viele Betroffene aushelfen, ist deshalb oftmals deutlich teurer als der Einsatz von speziellen Inkontinenzprodukten. Zudem sind diese Produkte nicht für die Aufnahme von Urin geeignet und bieten daher nur einen unzureichenden Schutz.


Vielfältige Ursachen für Blasenschwäche

Das empfindliche Verschluss-System der Blase kann bei Frauen durch eine Geburt verletzt werden. Auch starke körperliche Belastungen - beispielsweise beim Sport, Übergewicht und degenerative Alterserscheinungen können dazu führen, dass die Beckenbodenmuskulatur erschlafft und somit auch der Schließmuskel der Blase nicht mehr einwandfrei funktioniert. Störungen im koordinierenden Nervensystem oder der Blasenmuskulatur selbst führen ebenfalls zu unfreiwilligem Urinverlust. Eine weitere häufig auftretende Ursache sind chronische Blasen- und Harnleiterentzündungen, von denen in der Regel eher Frauen betroffen sind, da ihre Harnröhre - und damit auch der Infektionsweg - kürzer ist, als die der Männer. Seltener sind dagegen Auslöser wie Harnröhrenverengungen, Prostatavergrößerungen bei Männern, Tumore, Strahlenschäden oder auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten.





Training gegen Blasenschwäche

Der beste Weg, um den Urinverlust zu stoppen oder einzudämmen, ist die Stärkung der Beckenbodenmuskeln durch tägliche Übungen. Besonders gut eignet sich dieses Training für die so genannte Belastungsinkontinenz, bei der es zu einem unwillkürlichen Urinabgang durch körperliche Alltagsbelastungen wie Husten, Lachen, Niesen oder Treppensteigen kommt. Daneben gibt es noch eine Vielzahl von medikamentösen, operativen oder therapeutischen Methoden zur Behandlung der Blasenschwäche.

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