Zusammensetzung
1 Milliliter
| Citronensäure, wasserfrei |
+ |
| Dinatrium hydrogenphosphat |
+ |
| Glycerol |
+ |
| Iod |
11mg |
| Kalium iodat |
+ |
| Natrium hydroxid |
+ |
| Nonoxinol-9 |
+ |
| Wasser, gereinigt |
+ |
Anwendungsbereich
- Zur Desinfektion bei geschädigter Haut und Schleimhaut z.B. bei oberflächlichen Wunden, Verbrennungen, Hautkrankheiten mit Infektionen
Dosierung
Bei oberflächlichen Wunden und Verbrennungwunden:
- Lösung unverdünnt auf die zu behandelnden Stellen auftragen Für Spülungen, Waschungen und Bäder:
- Spülungen und Waschungen: 1 Teil Lösung auf 2 bis 20 Teile Wasser
- Teilbäder: 1 Teil Lösung auf 25 Teile Wasser
- Vollbäder: 1 teil lösung auf 100 Teile Wasser
Die Lösung kann ein- bis mehrmals täglich angewendet werden.
Anwendungshinweise
- Zur Verdünnung eignet sich normales Leitungswasser, physiologische Kochsalzlösung oder Ringerlösung.
- Lösung bis zur vollständigen Benetzung auf die zu behandelnde Stelle auftragen
- Der beim Eintrocknen sich bildende Film lässt sich mit Wasser leicht abwaschen.
Wechselwirkungen
- Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen Wundmitteln: es könnte zu chemischen Reaktionen kommen (Nebenwirkungen z.B. mit Acetysalicylsäure-haltigen Mitteln) und die Wirkung der Arzneimittel kann abgeschwächt werden.
- Das Arzneimittel darf nicht gleichzeitig oder kurzfristig nachfolgend mit quecksilberhaltigen Desinfektionsmitteln angewendet werden (Verätzungsgefahr).
- Die Wirksamkeit kann durch Blut- und Eiter beeinträchtigt werden.
Nebenwirkungen
- Bei einer Anwendung des Arzneimittels können in sehr seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut auftreten, z.B. kontaktallergische Reaktionen vom Spättyp, die sich in Form von Jucken, Rötung, Bläschen o.ä. äußern können. In Einzelfällen wurde über eine Beteiligung anderer Organe berichtet.
- Eine nennenswerte Iodaufnahme kann bei längerfristiger Anwendung des Arzneimittels auf ausgedehnten Wund- und Verbrennungsflächen erfolgen. In Einzelfällen können Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen in der Vorgeschichte eine Schilddrüsenüberfunktion (iodinduzierte Hyperthyreose), zum Teil mit Symptomen wie z. B. Pulsbeschleunigung oder innere Unruhe, entwickeln (siehe unter Gegenanzeigen).
- Nach Anwendung größerer Mengen von Povidon-Iod-haltigen Arzneimitteln (z. B. bei der Verbrennungsbehandlung) ist das Auftreten von (zusätzlichen) Elektrolyt- und Serumosmolaritäts-Störungen, einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion sowie Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) beschrieben worden.
- Sollte eine der genannten möglichen Nebenwirkungen auftreten, unterbrechen Sie die Behandlung und suchen Sie Ihren Arzt auf.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Gegenanzeigen
Gegen alle Arzneimittel können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, dann müssen Sie das Medikament sofort absetzen. Wenn schon eine Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels bekannt ist, darf es nicht angewendet werden.
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden:
- Bei Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere bei Schilddrüsenüberfunktion
- Bei bestimmten Hauterkrankungen, die auf einer Störung der köpereigenen Abwehr beruhen (z.B. Dermatitis herpetiformis Duhring)
- Vor und nach einer Radioiodanwendung bei Schilddrüsenerkrankungen (bis zum Abschluss der Behandlung)
Das Arzneimittel sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden bei:
- Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten
Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist das Arzneimittel nur nach Absprache mit dem Arzt in geringer Menge anzuwenden.
- Nach Anwendung des Arzneimittels Schilddrüsenfunktion vom Arzt überprüfen lassen.
- Der Säugling sollte mit seinem Mund nicht mit der behandelten Körperstelle der stillenden Mutter in Berührung kommen.
- Das Arzneimittel könnte in die Muttermilch übergehen.
Hinweise
- Bei wiederholter Anwendung richtet sich die Häufigkeit und Dauer der Anwendung nach dem Heilungserfolg.
- Eine Wundbehandlung sollte so lange fortgeführt werden, wie noch Anzeichen einer Infektion oder einer deutlichen Infektionsgefährdung der Wunde bestehen.
Sonstiges
- Die Lösung ist nicht zur Einnahme bestimmt.
- Sollte es nach Absetzen der Behandlung mit der Lösung zu einer erneuten Infektion kommen, so kann die Behandlung wieder neu begonnen werden.
- Zur Anwendung am Auge werden spezielle Lösungen empfohlen.
- Verdünnungen sind stets frisch herzustellen und schnell zu verbrauchen.
- Eine Entfärbung der Lösung weist auf das Ende seiner Wirksamkeit hin.
- Nach Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern Schilddrüsenfunktion vom Arzt kontrollieren lassen
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