Augentropfen
Kombinationspräparat / Mehrstoffpräparat - Fertigarzneimittel mit mehreren Wirkstoffen
Zusammensetzung
1 ml Tropfen
| Antazolin |
0,11mg |
| Borsäure |
+ |
| Chlorhexidin digluconat |
0,05mg |
| Natrium tetraborat |
+ |
| Tetryzolin |
0,44mg |
| Wasser, für Injektionszwecke |
+ |
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination. Es enthält den Wirkstoff Antazolin, der einer allergischen Reaktion auf Fremdkörper, wie Blütenpollen entgegenwirkt. So werden bei Allergikern auch nach dem Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen die allergischen Symptome, wie gerötete, tränende Augen vermindert. Zusätzlich ist der Wirkstoff Tetryzolin enthalten. Dieser zieht die geweiteten Adern der Schleimhaut von Nase und Augapfel wieder zusammen. Dadurch drosselt er die übermäßige Durchblutung der Schleimhäute und lässt sie abschwellen. Die Patienten können wieder freier durch die Nase atmen; außerdem läuft sie nicht mehr ständig. Am Auge verschwinden lästige Rötungen und Reizungen. Das Sehorgan reagiert nicht mehr allzu empfindlich auf helles Licht.
Anwendungsbereich
- Bindehautentzündung
- Mechanisch und chemisch bedingte Reizzustände des Auges
Dosierung
- 3-4mal täglich 1 Tropfen
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des/jedes Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Vermeiden Sie eine Berührung der Applikatorspitze mit Augen/Gesichtspartien oder Gegenständen.
Dauer der Anwendung?
Ohneärztlichen Rat sollte die Behandlungsdauer nur 5 Tage betragen und nicht in hoher Dosierung erfolgen. Zur Anwendungsdauer bei Kindern sollten Sie grundsätzlich Ihren Arzt fragen.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl vonÜberdosierungserscheinungen kommen, erste Anzeichen sind Pupillenweitstellung, Übelkeit, Fieber, Krämpfe bis hin zum Herzstillstand. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Reizerscheinungen am Auge, wie:
- Augenbrennen und -stechen
- Sehstörungen, wie:
- Verschwommenes Sehen (Weitstellung der Pupille)
- Bluthochdruck
- Herzklopfen
- Kopfschmerzen
- Allgemeine Schwäche
- Zittern
- Schwitzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie:
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Bluthochdruck
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Stoffwechselerkrankungen, wie
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Schilddrüsenüberfunktion
- Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), wie z.B. Engwinkelglaukom
- Trockenes Auge (Keratokonjunktivitis sicca)
- Austrocknung der Nasenschleimhaut mit Borkenbildung (Rhinitis sicca)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Eine Anwendung des Arzneimittels während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist nicht zu empfehlen und sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen.
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Chlorhexidin!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Sonstiges
- Bei Schlilddrüsenüberfunktion, Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Zuckerkrankheit mit Vorsicht einnehmen bzw. den Arzt oder Apotheker fragen
- In seltenen Fällen kann es zu einer Pupillenerweiterung und zu verschwommenem Sehen kommen. In diesen Fällen kann die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges oder der Bedienung von Maschinen beeinträchtigt sein.
- Kontaktlinsen sollten während der Behandlung nicht oder nur nach Rücksprache mit dem Augenarzt getragen werden (auf keinen Fall während des Einbringens des Arzneimittels in das Auge). Wegen der Gefahr einer Materialtrübung muss eine direkte Berührung mit weichen Kontaktlinsen ausgeschlossen werden.
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