Zusammensetzung
1 Milliliter
| Benzalkonium chlorid |
+ |
| Dinatrium edetat 2-Wasser |
+ |
| Dinatrium hydrogenphosphat 12-Wasser |
+ |
| Naphazolin |
0,769mg |
| Natrium chlorid |
+ |
| Natrium dihydrogenphosphat 2-Wasser |
+ |
| Wasser, gereinigt |
+ |
Anwendungsbereich
- Zur Erleichterung der Untersuchung des Nasenganges (Rhinoskopie) als Zusatz zuörtlichen Betäubungsmitteln
- Bei Blasenspülungen und Balsenspiegelung (Zystoskopien)
Dosierung
- Als Zusatz bei der oberflächlichen Betäubung der Schleimhäute werden dem Betäubungsmittel pro ml 2-4 Tropfen der Lösung zugefügt.
- Für bestimmte behandelnde und untersuchende Zwecke (bei Rachenentzündung, Kehlkopfentzündung, bei Blasenspiegelung, zur Blutstillung) bis zu 2 ml der Lösung sprühen, pinseln, einträufeln bzw. getränkte Tampons einlegen (letztere nach 1-2 Min. entfernen).
Anwendungshinweise
Nasale Anwendung, Anwendung in den Nebenhöhlen, intravesicale Anwendung, zur Anwendung im Rachen und am Kehlkopf.
Um das Risiko der Ausweitung von Infektionen so gering wie möglich zu halten, sollten die Tropfen nur von einer Person benutzt werden.
Wechselwirkungen
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Anwendung des Arzneimittels beeinflusst werden.
Die gleichzeitige Verabreichung von potenziell blutdrucksteigernden Mitteln (Monoaminooxidasehemmern oder trizyklischen Antidepressiva) kann zu Hochdruckkrisen führen. Das Gleiche gilt, falls das Präparat früher als 10 Tage nach dem Absetzen eines potenziell blutdrucksteigernden Mittels (Monoaminooxidasehemmer) angewendet wird.
Nebenwirkungen
- Bei besonders empfindlichen Menschen können kurzfristig leichte Nebenwirkungen wie Brennen oder Trockenheit der Nasen- und Rachenschleimhaut auftreten.
- Gelegentlich Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Müdigkeit
- Selten Herzklopfen, Pulsbeschleunigung und Blutdruckanstieg
- Schwindel oderÜbelkeit
- Störungen der Geruchs- oder Geschmacksempfindung
- Überempfindlichkeitsstörungen, wie z.B. Augentränen, Niesreiz oder verstärkter Nasenfluß
- Nach Abklingen der Wirkung kann es zu einem stärkeren Gefühl der verstopften Nase durch die Schleimhautschwellung (vermehrte Durchblutung der Schleimhaut) kommen.
- Bei längerem Gebrauch kann eine Schädigung der Schleimhaut auftreten.
Gegenanzeigen
Gegen alle Arzneimittel können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, dann müssen Sie das Medikament sofort absetzen. Wenn schon eine Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels bekannt ist, darf es nicht angewendet werden.
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
- Trockenem Schnupfen mit Entzündung und Borkenbildung am Naseneingang
- Erhöhung des Augeninnendrucks (Engwinkelglaukom)
- Wegen der Gefahr einerÜberdosierung soll das Arzneimittel nicht bei Säuglingen und Kindern unter 12 Jahren angewendet werden.
- Die Anwendung sollte beim Zustand nach chirurgischen Eingriffen, bei denen die Hirnhaut freigelegt wird, unterbleiben.
Eine Anwendung sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen bei:
- Schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Erkrankung der Herzkranzgefäße, schwerer Bluthochdruck)
- Tumor der Nebenniere und Stoffwechselstörungen (z.B. SChilddrüsenüberfunktion, Diabetes)
- Einnahme stimmungsaufhellender Arzneimittel und anderer möglicherweise blutdrucksteigernder Arzneimittel.
Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Das Arzneimittel darf im 1. Schwangerschaftsdrittel nicht angewendet werden.
- Sicherheitshalber sollte das Arzneimittel aufgrund seiner gefäßverengenden Eigenschaften während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
- Erfahrungenüber die Anwendung während der Stillzeit liegen nicht vor.
Hinweise
- Die Anwendung des Arzneimittels in der Nase sollte 3-5 Tage nichtüberschreiten.
- Keine Langzeitanwendung bei chronischem Schnupfen.
- Langfristige Anwendung undÜberdosierung sind zu vermeiden.
- Bei chronischem Schnupfen nichtüber einen längeren Zeitraum anwenden.
Sonstiges
- Um das Risiko der Ausweitung von Infektionen so gering wie möglich zu halten, sollten die Tropfen nur von einer Person benutzt werden. Die Spitze der Pipette sollte nach Gebrauch mit heißem Wasser gespült werden.
- Der Dauergebrauch der Lösung kann zu chronischer Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen.
- Bei längerer Anwendungsdauer oder höheren Mengen sind eventuell Wirkungen auf das Herz und die Gefäße nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen kann die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges, zur Bedienung von Maschinen sowie zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt sein. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
- Insbesondere bei längerer Anwendung und Überdosierung von schleimhautabschwellenden Arzneimittels kann es zu einer vermehrten Durchblutung der Nasenschleimhaut kommen. Durch diesen Effekt kommt es zu einer Verengung der Luftwege mit der Folge, dass das Arzneimittel wiederholt bis zum Dauergebrauch angewendet wird.Die Folgen sind chronische Schwellungen (Rhinitis medicamentosa) bis hin zum Schwund der Nasenschleimhaut (Stinknase). In leichteren Fällen kann erwogen werden, das Arzneimittel erst an einem Nasenloch abzusetzen und nach Abklingen der Beschwerden auf die andere Seite zu wechseln, um wenigstens einen Teil der Nasenatmung aufrechtzuerhalten.
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