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Arzneimittelmeldungen
 

ABDATA Meldung
(c) Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker mbH/ABDATA - 2010-01-07

Die Europäische Kommission hat Anfang Januar 2010 Amifampridin (BioMarin
Pharmaceutical) zur Behandlung von Patienten mit dem Lambert Eaton
Myasthenischen Syndrom (LEMS) zugelassen. Beim LEMS handelt es sich um eine
seltene Autoimmunerkrankung der neuromuskulären Endplatte, deren Hauptsymptom
eine ausgeprägte Muskelschwäche ist. LEMS gehört in die Gruppe der
Paraneoplastischen Syndrome (PNS). PNS sind neurologische Erkrankungen, die mit
- für das jeweilige Syndrom typischen - Tumoren einhergehen. Bei LEMS handelt es
sich dabei fast ausschliesslich um das Kleinzellige Bronchialkarzinom (SCLC),
welches zuweilen auch gemeinsam mit weiteren malignen Neoplasmen auftritt. In
der EU sollen 2000-5000 Patienten von der Erkrankung betroffen sein. Ungefähr
50% dieser Patienten sollen laut Biomarin an einem SCLC leiden.

Amifampridin (chemische Bezeichnung: 3,4-Diaminopyridin; 3,4-DAP) verbessert
die Acetylcholinfreisetzung an Synapsen. In Deutschland sind derzeit keine
Fertigarzneimittel mit diesem Stoff zugelassen; er wird nur im Rahmen einer
Individualrezeptur auf ärztliche Verordnung und nach den Angaben im Neuen
Rezeptur-Formularium (NRF) verarbeitet. Als unerwünschte Wirkungen sind unter
anderem Parästhesien, Angstzustände und Krampfanfälle beschrieben, weshalb es
bei vorbestehender Epilepsie kontraindiziert ist.

Das neue Produkt, das aufgrund seines Orphan-Drug-Status für 10 Jahre
patentgeschützt ist, soll voraussichtlich Mitte März 2010 in den Handel kommen
(Handelsname: Zenas(R)).

Quelle:
http://www.pharmalive.com//News/index.cfm?articleid=675693&categoryid=29;
http://www.lambert-eaton-myasthenisches-syndrom.de/b1.html


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