Gurgellösung
Einstoffpräparat - Fertigarzneimittel mit einem einzigen Wirkstoff
Zusammensetzung
1 ml Lösung
| Anisöl |
+ |
| Azorubin |
+ |
| Citronensäure 1-Wasser |
+ |
| Ethanol |
+ |
| Eucalyptusöl |
+ |
| Levomenthol |
+ |
| Methyl salicylat |
+ |
| Nelkenöl |
+ |
| Pfefferminzöl |
+ |
| Polysorbat 60 |
+ |
| Saccharin, Natriumsalz |
+ |
| Wasser, gereinigt |
+ |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bekämpft unterschiedliche Bakterien und Pilze, indem er die Energiegewinnung der Mikroorganismen aus dem Lot bringt. In der Folge wachsen die Schädlinge nicht mehr und vermehren sich kaum noch. Hexetidin haftet sehr gut auf der Schleimhaut im Mund, im Rachen und im Bereich der Scheide.
Anwendungsbereich
Das Arzneimittel ist ein Mund- und Rachentherapeutikum.
Das Arzneimittel wird angewendet
- zur vorübergehenden Keimzahlverminderung im Mund- und Rachenraum.
- zur vorübergehenden unterstützenden Behandlung bei bakteriell bedingten Entzündungen des Zahnfleisches (ergänzend zur mechanischen Reinigung) und der Mundschleimhaut sowie nach parodontalchirurgischen Eingriffen.
Dosierung
Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt, Zahnarzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt oder Zahnarzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: Kinder ab 2 Jahren, Jugendliche und Erwachsene sollten das Arzneimittel zweimal am Tag anwenden.
Bei Erkrankungen der Mundhöhle spülen Sie ca. 30 Sekunden mit 10 bis 15 ml. Bei Erkrankungen im Rachenraum gurgeln Sie ca. 30 Sekunden mit 10 bis 15 ml.
Kinder unter 2 Jahren
Das Arzneimittel darf nicht bei Kindern unter 2 Jahren angewendet werden.
Dauer der Anwendung Wenden Sie das Arzneimittel ohneärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht längerfristig an.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Zahnarzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels angewendet haben als Sie sollten: Benachrichtigen Sie sofort einen Arzt!
Bisher sind keine Vergiftungsfälle nach der Anwendung des Arzneimittels bekannt.
Nach unsachgemäßer Anwendung, z. B. Schlucken, kann es zu Erbrechen kommen. Die Aufnahme größerer Wirkstoffmengen ist daher unwahrscheinlich.
Wenn Sie die Anwendung des Arzneimittels vergessen haben: Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker.
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Spülen Sie mit dem Arzneimittel die Mundhöhle. Oder: Gurgeln Sie mit dem Arzneimittel. Lassen Sie das Arzneimittel 1/2 Minute einwirken. Oder: Tropfen Sie das Arzneimittel auf die Mundschleimhaut auf. Verwenden Sie dafür saubere Wattestäbchen. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährt ist. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Ohneärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht längerfristig anwenden.
Überdosierung?
Bei einerÜberdosierung kann es zu Brechreiz kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Wechselwirkungen
Bei Anwendung des Arzneimittels mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Das Arzneimittel verliert durch Seifen und andere anionische Substanzen, die in der Regel auch in Zahnpasta enthalten sind, seine Wirksamkeit.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Geschmacksstörungen, vorübergehend
- Verfärbung der Zunge, die vorübergehend ist
- Verfärbung der Zahnoberfläche, die vorübergehend ist
- Taubheitsgefühl der Zunge
- Brennen auf der Zunge
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Asthma bronchiale
- Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit ihrem Arzt oder Apotheker:
- Wunden in der Mundschleimhaut, sowohl tiefe, als auch eher oberflächliche (schuppende) Wunden
Das Arzneimittel sollte zum Spülen und Gurgeln nur dann angewendet werden, wenn der Patient in der Lage ist, die Lösung wieder auszuspucken.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 3 Jahren: Die Darreichungsform ist für diese Altersgruppe nicht geeignet.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedeneÜberlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker um Rat.
Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen oder Untersuchungen zur Sicherheit einer Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Deshalb sollten Sie das Arzneimittel nur unter besonderer Vorsicht anwenden und die empfohlene Dosierung nichtüberschreiten.
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Polyethylenglycol (EU-Nummer E 431)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin!
- Vorsicht bei Allergie gegen Phenol (z.B. Pyrogallol, Triclosan und Vanillin)!
- Vorsicht bei Allergie gegen die Konservierungsmittel Benzoesäure und Benzoate (EU-Nummer E 210, E 211, E 212, E 213)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Gewürze, wie z.B. Anis, Beifuß, Dill, Fenchel, Karotte, Koriander, Kümmel, Paprika, Petersilie, Sellerie und Tomaten!
- Vorsicht bei Allergie gegen Zitronensäure (z.B. in Zitrusfrüchten, Johannisbeeren, Äpfel)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Gewürze, ätherische Öle und Terpentinöl!
- Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Echtgelb (E 105), Gelborange S (E 110) und Ponceau 4R (E 124))!
- Vorsicht bei Allergie gegen Johanniskraut und Weißdorn!
- Das Arzneimittel enthält in geringen Mengen Alkohol, sollte deshalb von Alkoholikern gemieden werden.
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