Zusammensetzung
1 Tablette
| (RS)-2-Octyldodecan-1-ol |
+ |
| Benzyl alkohol |
+ |
| Calcium dilactat 5-Wasser |
+ |
| Cellulose, mikrokristallin |
+ |
| Cetyl palmitat |
+ |
| Cetylstearylalkohol |
+ |
| Hypromellose |
+ |
| Lactose 1-Wasser |
+ |
| Magnesium stearat |
+ |
| Maisstärke |
+ |
| Milchsäure |
+ |
| Polysorbat 60 |
+ |
| Povidon |
+ |
| Silicium dioxid, hochdispers |
+ |
| Sorbitan stearat |
+ |
| Wasser, gereinigt, steril |
+ |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert, oder Zellbestandteile treten aus und die Zelle löst sich auf. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet. Der Wirkstoff ist außerdem gegen bestimmte Bakterien wirksam.
Anwendungsbereich
- Infektionen der Scheide und desäußeren Genitalbereiches durch Hefepilze (meist Candida albicans)
Dosierung
- 1mal täglich 1 Vaginaltablette (200 mg Clotrimazol)
- Creme 3mal täglich anwenden
- Die Menge richtet sich nach der Größe der erkrankten Hautflächen.
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Vaginalcreme: Tragen Sie das Arzneimittel auf die Schamlippen und andere betroffene Stellen im Genitalbereich auf. Vaginaltabletten: Führen Sie das Arzneimittel in die Scheide ein.
Dauer der Anwendung?
Vaginaltabletten: Die Anwendungsdauer sollte 3 Tage betragen. Vaginalcreme: bei Infektion deräußeren Genitalbereiche: Die Anwendungsdsuer sollte 1-2 Wochen betragen.
Überdosierung?
Es sind keineÜberdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Wechselwirkungen
Das Präparat kann die Wirksamkeit von Amphotericin und anderen Polyenantibiotika (wie Nystatin und Natamycin) vermindern.
Bei bestimmungsgemäßer topischer (äußerlicher), auch vaginal lokaler Anwendung (in der Scheide) von Clotrimazol sind keine weiteren Wechselwirkungen bekannt und aufgrund der geringen Resorption von Clotrimazol auch nicht zu erwarten.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Brennen oder Stechen auf der Haut
- Hautrötung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedeneÜberlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Das Medikament sollte aus Vorsicht nicht in der Frühschwangerschaft angewendet werden.
- Im 2. und 3. Drittel der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit kann das Medikament auf ausdrückliche Anweisung des Arztes angewendet werden.
- Aus Gründen besonderer Vorsicht sollte in der Schwangerschaft die Behandlung mit den Vaginaltabletten ohne Applikator durchgeführt werden.
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Propylenglycol (EU-Nummer E 477)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Benzylalkohol!
- Vorsicht bei Allergie gegen Emulgatoren (z.B. Cetylstearylalkohol)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Polyethylenglycol (EU-Nummer E 431)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Emulgatoren (z.B. Sorbitanfettester mit der EU-Nummer E 493 und E 494)!
- Bei Anwendung im Genital- oder Analbereich kann wegen der als Hilfsstoffe enthaltenenÖle und Fette die Reißfestigkeit von Latexkondomen beeinträchtigt werden.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Sonstiges
- Während der Behandlung sollten Mittel zur Intimhygiene nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, da eine Minderung der Wirksamkeit des Arzneimittels dabei nicht ausgeschlossen werden kann.
- Bei Entzündung von Eichel und Vorhaut des Partners durch eine Pilzinfektion sollte bei diesem eine zusätzliche lokale Behandlung mit den dafür vorgesehenen Anwendungsformen erfolgen.
- Falls einmal die Anwendung vergessen wurde, bei den nächsten Malen dennoch nur die normale täglich Menge anwenden.
- Bei mehrmaligem Vergessen Arzt befragen
- Candida albicans ist ein Pilz, der auf der Haut und bei sehr vielen Frauen auch in der Scheide nachweisbar ist. Erst beiübermäßiger Vermehrung entsteht eine Pilzerkrankung (Mykose), die sich meist durch Rötungen, Brennen, Juckreiz, Ausfluss und schmerzhafte Entzündungen bemerkbar macht. Eine sichere Erkennung ist nur durch den Frauenarzt möglich.
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