Creme
Einstoffpräparat - Fertigarzneimittel mit einem einzigen Wirkstoff
Zusammensetzung
1 g Creme
| (RS)-2-Octyldodecan-1-ol |
+ |
| Benzyl alkohol |
+ |
| Cetyl palmitat |
+ |
| Cetylstearylalkohol |
+ |
| Polysorbat 60 |
+ |
| Sorbitan stearat |
+ |
| Wasser, gereinigt |
+ |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert, oder Zellbestandteile treten aus und die Zelle löst sich auf. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet. Der Wirkstoff ist außerdem gegen bestimmte Bakterien wirksam.
Anwendungsbereich
Das Präparat ist ein Arzneimittel zur äußerlichen Behandlung von Pilzerkrankungen der Haut.
Das Arzneimittel wird angewendet bei
- Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut und Schleimhäute, die durch Dermatophyten, Hefen (z. B. Candida-Arten) und Schimmelpilze verursacht sind. Weiterhin ist das Arzneimittel wirksam bei Erythrasma (bestimmte Hauterkrankung hervorgerufen durch Corynebacterium minutissimum), Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) und oberflächlichen Hefepilzerkrankungen (Candidosen).
Dosierung
Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung in der Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Tragen Sie die Creme 2- bis 3-mal täglich dünn auf die erkrankten Hautstellen auf.
Dauer der Anwendung:
Die Dauer der Behandlung ist abhängig von der Art der Erkrankung.
Um eine vollständige Ausheilung zu erreichen, sollte die Behandlung nicht sogleich nach dem Abklingen der akuten entzündlichen Krankheitserscheinungen oder der subjektiven Beschwerden beendet werden.
Bei Hautpilzerkrankungen beträgt die Behandlungsdauer im Allgemeinen 3 bis 4 Wochen.
Bei Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) sind meist 1 bis 3 Wochen und bei Sprosspilzinfektionen im Genitalbereich 1 bis 2 Wochen ausreichend.
Bei Fußpilz sollte zur Vermeidung von erneutem Wiederauftreten der Beschwerden, trotz rascher subjektiver Besserung, die Therapie noch 2 Wochen nach dem Verschwinden der Krankheitszeichen fortgesetzt werden. Nach jedem Waschen sollten die Zehenzwischenräume gründlich abgetrocknet werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels angewendet haben, als Sie sollten:
Vergiftungen sind beiäußerlicher Anwendung nicht zu erwarten, da bei äußerlicher Anwendung im Blut keine Wirkstoffkonzentrationen nachweisbar sind.
Wenn Sie die Anwendung des Arzneimittels vergessen haben:
Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben und setzen Sie die Behandlung beim nächsten Mal mit der üblichen Dosis fort.
Wenn Sie die Anwendung des Arzneimittels abbrechen:
Für eine erfolgreiche Behandlung ist es wichtig, dass Sie die vorgesehene Anwendungsdauer einhalten, auch wenn Sie sich bereits besser fühlen. Bei nicht ausreichender Behandlung kann sich die Pilzerkrankung erneut ausbreiten oder wieder auftreten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Oder: Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffenen Stellen im Genitalbereich auf.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Die Anwendung sollte nach Abklingen der Symptome noch 2 Wochen fortgesetzt werden. Allgemeine Behandlungsdauer: bei Pilzinfektion der Haut 3-4 Wochen, bei Zwergflechte 2-4 Wochen, bei Hautflechte durch Kleienpilz 1-3 Wochen, bei Pilzinfektion imäußeren Genitalbereich 1-2 Wochen.
Überdosierung?
Es sind keineÜberdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Wechselwirkungen
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Clotrimazol, der Wirkstoff des Arzneimittels kann die Wirksamkeit von Amphotericin und anderen Polyenantibiotika (Nystatin, Natamycin) vermindern.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Brennen oder Stechen auf der Haut
- Hautrötung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedeneÜberlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Schwangerschaft
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Die Anwendung von Clotrimazol (dem Wirkstoff des Arzneimittels) in der Scheide sollte aus Gründen der besonderen Vorsorglichkeit nicht in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft (1. Trimenon) erfolgen.
Um den direkten Kontakt des Säuglings mit Clotrimazol zu vermeiden, darf das Arzneimittel von Stillenden nicht im Brustbereich angewendet werden.
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Benzylalkohol!
- Vorsicht bei Allergie gegen Emulgatoren (z.B. Cetylstearylalkohol)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Emulgatoren (z.B. Sorbitanfettester mit der EU-Nummer E 493 und E 494)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Polyethylenglycol (EU-Nummer E 431)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
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