Zusammensetzung
1 Dragee
| Arabisches Gummi |
+ |
| Butylscopolaminium Kation |
8,19mg |
| Calcium hydrogenphosphat |
+ |
| Carnaubawachs |
+ |
| Macrogol 6000 |
+ |
| Maisstärke |
+ |
| Povidon |
+ |
| Saccharose |
+ |
| Silicium dioxid |
+ |
| Stearinsäure |
+ |
| Talkum |
+ |
| Titan dioxid |
+ |
| Wachs, gebleicht |
+ |
| Weinsäure |
+ |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff nimmt Einfluss auf das Nervensystem, indem er dieÜbertragung bestimmter Reize unterbindet. An der Reizweiterleitung sind verschiedene Überträgerstoffe beteiligt, deren Funktion durch Butylscopolamin zum Teil unterdrückt wird. Auf diese Weise vermag der Arzneistoff Krämpfe des Magen-Darm-Kanals, der Gallen- und Harnwege sowie der Gebärmutterzu lösen.
Anwendungsbereich
- Krämpfe im Bereich von Magen, Darm, Gallenwegen und ableitenden Harnwegen sowie der weiblichen Genitalien
- Zur Erleichterung der endoskopischen Untersuchungen und zur Funktionsbeurteilungen bei Untersuchungen des Magen-Darm-Kanals.
Dosierung
Erwachsene und Schulkinder:
- Bis zu 3-5 mal täglich 1-2 Dragees (bis zu 3-5 mal täglich 10-20 mg Wirkstoff) täglich.
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Ohneärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 5 Tage anwenden.
Überdosierung?
Bei einerÜberdosierung kann es unter anderem zu einer Hemmung der Schweißsekretion mit Hautrötung, Mundtrockenheit, beschleunigtem Herzschlag sowie zu Störungen beim Wasserlassen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Wechselwirkungen
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die unter Nebenwirkungen beschriebenen anticholinergen Effekte können verstärkt auftreten, wenn das Arzneimittel gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die selbst solche Effekte hervorrufen, z. B. andere Anticholinergika (z.B. Tiotropium, Ipratropium), Amantadin, trizyklische Antidepressiva, Chinidin, Disopyramid und Antihitaminika.
Die gleichzeitige Behandlung mit Dopaminantagonisten, z.B. Metoclopramid, kann zu einer gegenseitigen Abschwächung der Wirkung auf die Muskulatur des Magen-Darm-Traktes führen.
Das Arzneimittel kann außerdem die beschleunigende Wirkung auf den Herzschlag von ß-Sympathomimetika verstärken.
Diese genannten Medikamente werden bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt, z.B. Viruserkrankungen, Depressionen, Herzrhythmusstörungen, Allergien, Magenentleerungsstörungen, Asthma, Erkältungskrankheiten sowie zur Gewichtsabnahme.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Allergische Reaktionen, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Niedriger Blutdruck
- Übelkeit
- Anfälle von Atemnot
Bei Patienten mit Reizdarmsyndrom:
- Durchfälle
- Müdigkeit
- Magenbeschwerden
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Verengung im Verdauungstrakt, z.B. an der Speiseröhre, am Magen oder am Dünn- oder Dickdarm
- Megakolon (krankhaft erweiterter Darm)
- Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Puls (Herzrasen)
- Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
- Harnverhalt, z.B. bei vergrößerter Prostata
- Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), insbesondere Engwinkelglaukom
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedeneÜberlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Es liegen keine ausreichenden Erfahrungenüber eine Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft vor, daher sollte die Anwendung des Arzneimittels nur bei strenger Notwendigkeit erfolgen.
- In der Stillzeit sollte das Arzneimittel nicht gegeben werden, da der Wirkstoff die Milchbildung hemmen kann und Säuglinge empfindlich auf den Wirkstoff reagieren können.
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Talkum!
- Vorsicht bei Allergie gegen arabisches Gummi (EU-Nummer E 414)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Polyethylenglycol (EU-Nummer E 431)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bienenwachs (EU-Nummer E 901)!
- Vorsicht ist geboten bei einer bekanntenÜberempfindlichkeit gegenüber Sorbit oder Fructose (Fruchtzucker). Es können Magen-Darm-Beschwerden ausgelöst werden.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
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