Kombipackung
Einstoffpräparat - Fertigarzneimittel mit einem einzigen Wirkstoff
Zusammensetzung
1 ml Tropfen
| Benzalkonium chlorid |
0,05mg |
| Cromoglicinsäure |
18,28mg |
| Dinatrium edetat |
+ |
| Glucose 1-Wasser (zur parenteralen Anwendung) |
+ |
| Wasser, für Injektionszwecke |
+ |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schützt vor einer allergischen Reaktion der Schleimhäute, indem er die äußere Hülle bestimmter Zellen, so genannter Mastzellen, stabilisiert. Dringen Fremdstoffe wie Pollen oder Tierschuppen in den Körper ein und lagern sich an der Hülle einer Mastzelle an, öffnet sie sich und eine Vielzahl körpereigener Botenstoffen treten aus. Diese Botenstoffe aktivieren die körpereigenen Abwehrmechanismen und in der Folge entzünden sich die betroffenen Schleimhäute. Cromoglicinsäure verhindert diesen Austritt. Die Wirkung kann allerdings nur vorbeugend genutzt werden, ein akuter Anfall kann mit dem Stoff nicht behandelt werden.
Anwendungsbereich
1. Augentropfen:
- allergische Bindehautentzündung
2. Nasenspray
- allergischer Schnupfen
Dosierung
1. Augentropfen: Erwachsene und Kinder:
- In der Regel 4mal täglich 1 Tropfen in jedes Auge eintropfen. Die Tagesdosis kann durch
- Erhöhung der Einnahmehäufigkeit auf 6mal täglich 1 Tropfen gesteigert und auch auf 8mal täglich 1 Tropfen verdoppelt werden.
- Nach Erreichen der Beschwerdefreiheit können die Einahmeintervalle verlängert werden.
2. Nasenspray:
- Die Höhe der Dosierung wird bestimmt durch den individuellen Empfindlichkeit
Erwachsene und Kinder:
- bis zu 4mal täglich je 1 Sprühstoß Nasenspray in jedes Nasenloch
- Die Tagesdosis kann bei Bedarf erhöht werden, die Häufigkeithäufigkeit sollte 6mal täglich je 1 Sprühstoß in jede Nasenöffnung nicht überschreiten.
- Nach Erreichen der Beschwerdefreiheit können die Einnahmeintervalle verlängert bzw die Dosis reduziert werden.
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Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Augentropfen: Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des/jedes Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Nasenspray: Sprühen Sie das Arzneimittel in das/jedes Nasenloch ein. Während des Einsprühens atmen Sie leicht durch die Nase. Zuvor reinigen Sie die Nase durch kräftiges Schnäuzen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Die Anwendungsdauer sollte nach eingetretener Beschwerdefreiheit noch mindestens solange fortgesetzt werden, wie Sie den Allergenen (Pollen, Hausstaub, Schimmelpilzsporen etc.) ausgesetzt sind.
Überdosierung?
Es sind keineÜberdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Augentropfen:
- Augenbrennen
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Bindehautschwellung am Auge (Chemosis)
- Wärmegefühl am Auge
Nasenspray:
- Reizerscheinungen in der Nase, wie:
- Niesen
- Nasenbluten
- Kopfschmerzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedeneÜberlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Beim Menschen ist nach langjähriger Anwendung kein fruchtschädigender Effekt beobachtet worden, jedoch sollte eine Therapie mit dem Arzeneimittel während der Schwangerschaft nicht oder nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
- Der Wirkstoff Cromoglicinsäure-Dinatriumsalz wird nur in äußerst geringen Mengen in die Muttermilch nachgewiesen. Ein Risiko für den gestillten Säugling besteht daher wahrscheinlich nicht, jedoch ist auch hier eine Nutzen-Risiko-Abschätzung notwendig.
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Konservierungsstoffe (z.B. Benzalkonium oder Cetylpyridinium)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Komplexbildner (z.B. EDTA und Triethylentetramin)!
- Das Arzneimittel enthält einen Konservierungsstoff (Benzalkoniumchlorid), der sich in weichen Kontaktlinsen anreichern kann. Diese sollten deshalb frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder eingesetzt werden.
Sonstiges
- das Medikament ist nur zur Prophylaxe bzw. zur Dauertherapie geeignet. Daher soll die Behandlung nach Abklingen der Beschwerden so lange fortgeführt werden, wie man den Allergenen (Pollen, Hausstaub, Schimmelpilzsporen, Nahrungsmittelallergene) ausgesetzt ist.
- der Theapieeffekt ist regelmäßig zu kontrollieren.
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